Austrian Biotech Industry - ABI
im Fachverband der
Chemischen Industrie Österreichs 

Wiedner Hauptstraße 63, 
1045 Wien, Österreich

T 05 90 900 - 3356
office.abi@fcio.wko.at

Biotechnologie in Österreich

ABI repräsentiert als

Interessensvertretung

95 % der heimischen

Biotech-Branche

 

Die Austrian Biotech Industry (ABI) ist die Interessensvertretung der heimischen Biotechnologie-Unternehmen. Sie repräsentiert rund 95 % der österreichischen Biotechnologie-Wertschöpfung.

Zu den Mitgliedern der ABI zählen etablierte Unternehmen aus

dem Bereich der Biotechnologie ebenso wie junge Start-Ups.

International beachtete

Biotech-Kompetenzcluster

in Österreich

 

Die Biotech-Branche entwickelte sich in den letzten Jahren zu

einem wirtschaftspolitischen Aushängeschild des Technologie und Innovationsstandortes Österreich. Über ganz Österreich verteilt haben sich mehrere Kompetenzcluster und im internationalen Vergleich einzigartige Produktionsstandorte etabliert.

 

Ergebnisse der aktuellen

Branchenuntersuchung

 

Um Bewusstsein für die großen Zukunftschancen dieser Branche zu schaffen und die Argumentation auf gesicherte Fakten zu stellen, hat die ABI 2006 begonnen, eine jährliche

Branchenuntersuchung bei den österreichischen Biotech-

Unternehmen durchzuführen. Die Firmenmeldungen, der

aktuell vorliegenden Datenerhebung decken rund 95 % der Mitarbeiter.

 

7.300 Beschäftigte in

der Biotech-Branche.

Ein Viertel davon in

F&E.

 

Österreich hat rund 50 Firmen, die nach OECD-Definition

Biotechnologieaktivitäten unternehmen.

Die Branche beschäftigte im Jahr 2006 7300 Personen, was

einer Steigerung von rund 5 % gegenüber 2005 entspricht.

1.800 (das entspricht etwa 25 % der gesamten Mitarbeiterzahl)

sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, was

einem Zuwachs von 8,5 % gegenüber 2005 entspricht.

 

Gesamtumsatz bei 1,9

Milliarden Euro.

 

Insgesamt setzte die Branche im Jahr 2006 rund 1,9 Milliarden

Euro (+14 % gegenüber 2005) mit biotechnologischen

Produkten um. 1,65 Milliarden Euro Umsatz werden mit

Produkten der roten Biotechnologie (pharmazeutische

Wirkstoffe, Diagnostika und neue Therapien) erwirtschaftet.

Rund 250 Millionen Euro sind mit Produkten aus dem Bereich

der weißen Biotechnologie (Enzyme, Lebensmittelzusatzstoffe,

uvm.) erwirtschaftet worden.

 

Schwerpunkt in

Österreich bei roter und

weißer Biotechnologie

 

Die Umsatzzahlen spiegeln auch die Schwerpunkte wider, die in Österreich innerhalb des Sektors Biotechnologie existieren:

• die humanmedizinische Anwendung - „rote“

Biotechnologie - mit dem Schwerpunkt der Entwicklung

von neuen Medikamenten und Therapien

• die „weiße“ Biotechnologie, die vielfältige industrielle

Anwendungen und Herstellungsverfahren für Produkte

in fast allen Lebensbereichen umfasst.

18 % Forschungsquote in

der Biotechnologie

F&E Quote im

internationalen

Vergleich ausbaufähig

 

Für Forschung gaben die Unternehmen rund 345 Millionen Euro (mehr als ein Viertel mehr gegenüber 2005) aus.

Allerdings liegt die Forschungsquote im internationalen

Branchenvergleich (Europa und USA) bedeutend höher:

international liegt sie zwischen 30 und 50 %. Dies ist ein Ziel,

an dem sich Österreich für die nächsten Jahre orientieren

muss. Die Forschungsförderung für die Branche muss

überproportional erhöht werden, da einerseits die F&E

längerfristig ist und andererseits auch die Wachstumsraten

überproportional hoch sind.

 

Investitionstätigkeit

2006 wurden 128 Millionen Euro (gegenüber 2005 mehr als

verdoppelt) in Produktionsanlagen und

Forschungseinrichtungen investiert.

 

8 Prozent der

europäischen

Biotechnologie sind in

Österreich konzentriert

 

Österreich ist im europäischen Vergleich sehr gut positioniert.

Zum Beispiel entwickeln sich Wien und das nahe Umland

(Krems) zu einem hoch kompetitiven und innovationsstarken

Biotechnologie-Cluster. Innerhalb Europas zählt diese Region zu

den Top 15 der 150 europäischen Regionen bei den

Patentanmeldungen. 8 % der europäischen Biotechnologie-

Branche sind in Österreich konzentriert (gemessen am Umsatz).

 

Biotechnologie ist

Innovationsmotor. 35 %

bei Patenten

 

Die Biotechnologie ist nicht nur ein Jobmotor, sondern auch ein Innovationstreiber. Die Zahl der 2006 angemeldeten Patente betrug mehr als 110, wobei zu Beginn des Jahres 2006 bereits mehr als 2100 Patente gehalten wurden. Der Zuwachs bei den Patentanmeldungen betrug daher gegenüber 2005 mehr als 35 %.

Gerade in einer derart hochtechnologischen und

entwicklungsintensiven Branche wie der Biotechnologie spielt

die Kompaktheit der geographischen Räume und eine

Vernetzung eine bedeutende Rolle. Darum bietet sie auch für

kleine (wirtschafts-) politische Einheiten wie Österreich alle

Chancen. Eine Stärkung und Ausbau der Kompetenzcluster ist

erforderlich.

Die

Zukunftsperspektiven:

 

Für die ABI liegen die großen Herausforderungen und Chancen in der nächsten Dekade bei:

􀂾 Weiterentwicklung der ‚forschenden jungen Unternehmen’ in  profitable Firmen

􀂾 Erhöhung der F&E-Quote in Richtung internationale

Benchmarks. Die ABI strebt eine Verdopplung der

Biotech-Forschungsquote an.

􀂾 Schaffung von mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen

pro Jahr

􀂾 Realisierung des jährlichen Wachstumspotenzials

im zweistelligen Bereich

􀂾 Ausbau der Biotech-Kompetenzcluster

􀂾 Modernisierung des Bildungsangebotes, um Wissen und

Kompetenz zu stärken

􀂾 Sicherstellung der Wachstumsfinanzierung für Biotech-

Firmen bis in die Phase der klinischen Prüfungen hinein

durch Ausbau von Private Equity und Venture Capital

Finanzierungen in Österreich.

 

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